Kreativität und Neugierde

Kinder sind kleine Forscher – wenn wir sie lassen.

In Zeiten, in denen wir Vokabular wie „Frühförderung“, „Früherziehung“ und „frühkindliche Bildung“ benutzen, rückt ein Wort immer mehr in den Hintergrund:
(Frei-)Spiel.

Kinder lernen effektiver und entwickeln einen größeren Spaß am Lernen, wenn sie nicht einem festen Schema folgen müssen – und sei es noch so gut gemeint und ausgearbeitet. Kinder brauchen Anreize, die ihren Neigungen und Interessen entsprechen – und den Freiraum, daraus ihr eigenes Spiel zu machen.

Deshalb stelle ich den Kindern zumeist Materialien zur Verfügung, gebe aber kein festes Ziel vor, sondern warte ab, was sie selbst damit machen: Ob sie Farben mischen, Strukturen erforschen oder einfach etwas auf ihrer Haut fühlen möchten.
Wenn gewünscht, kann ich dann immer noch helfend oder erklärend eingreifen. Aber das Ergebnis bestimme nicht ich, sondern der kleine Forscher vor mir. Und schon mehr als einmal haben die Kinder mich belehrt und nicht anders herum.

 

Wie bei den Ausflügen in die Natur gilt auch hier: Kleckerfrei gehen die Malexperimente meist nicht vonstatten. Ich bemühe mich zwar, die Kleidung möglichst zu schützen (draußen mit Matschhosen, drinnen mit Malkitteln), aber wo gehobelt wird, da fallen nun mal Späne.

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