Nestwärme

Als wir im Dezember 2013 in unser großes Haus mit vielen Zimmern zogen, überraschten uns unsere Söhne (damals 3 und 1) sehr: Sie wollten keine eigenen Zimmer haben. Sie wollten zusammen schlafen, sich sehen und hören können. Schließlich gehörten sie doch zusammen!

Das hat meinen Blick auf Schlafgewohnheiten und Nähebedürfnisse nachhaltig verändert. Ich möchte niemandem – auch meinen Tageskindern nicht – vorschreiben, wie und wo sie sich zu entspannen haben. Deshalb habe ich nicht einen Schlafraum mit aufgereihten Reisebetten. Bei mir gibt es im ganzen Haus zahlreiche Schlafgelegenheiten: Große Matratzen zum Kuscheln, Einzelbetten im gleichen Raum, Reisebetten für mehr Ruhe im eigenen Raum. Jedes Kind soll seinen Schlafplatz möglichst vollständig seinen Bedürfnissen gemäß ausgestaltet bekommen. Denn nur ausgeruht wächst und spielt und lernt es sich richtig gut.

 

Die Schlafenszeit am Mittag beginnt in der Regel für alle Kinder gemeinsam, meist nach dem Mittagessen. Kleinere Kinder, die vormittags noch Schlaf brauchen, dürfen sich entweder in einen Hängesessel zurückziehen, im Kinderwagen oder im Bett schlafen – je nach Vorlieben und Bedürfnissen.
Die genauen Zeiten variieren je nach Gruppe (Alter, Biorhythmus, Tagesform). Jedes Kind schläft mit den Einschlafhilfen, die es sich aussucht und so lange, wie es das braucht, um ausgeruht den Nachmittag zu bestreiten.
Kinder, die mittags nicht mehr schlafen möchten, ruhen sich z.B. bei einem Hörspiel aus.
Auch hier erlauben die kleine Gruppe und das familiennahe Konzept Rücksicht auf alle individuellen Bedürfnisse.